


Das NSG Ampermoos ist landesweit bedeutsam (ABSP-Nr. B137) und ein großflächiger Teil des Ramsar-Schutzgebiets Ammersee. Es ist als FFH-Gebiet (Nr. 7832-371, Ampermoos) sowie als SPA-Gebiet (7932-471, Ammerseegebiet) ausgewiesen. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um die FFH-Lebensräume 6410 „Pfeifengraswiesen“ und 7210 „Kalkreiche Sümpfe mit Cladium mariscus“. Das Ampermoos ist für wiesen- und schilfbrütende Vogelarten von herausragender Bedeutung. Im Rahmen von Kartierungen wird hervorgehoben, dass spezielle Pflegemaßnahmen im Gebiet zum erfolgreichen Erhalt von gefährdeten Brutvogelarten beitragen können. Mit einer Streuwiesenmahd sowie einer Neophytenmahd auf Teilbereichen im Frühjahr, werden die wertvollen, artenreichen Flächen im Ampermoos erhalten sowie die Neophyten, Landreitsgras und weitere Störzeiger bekämpft und einer Verbuschung entgegengewirkt. Vor allem für bedrohte Wiesenbrüter wie den Großen Brachvogel sowie die Bekassine ist die Streuwiesenmahd von großer Bedeutung. Durch wechselnde Schnittzeitpunkte wird zusätzlich zur Strukturanreicherung beigetragen.
Dieses Projekt wird von der Europäischen Union und dem Staatsministerium für Umwelt & Verbraucherschutz und mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) kofinanziert.




Arten:
- Bekassine (Gallinago gallinago, RLB 1)
- Braunkelchen (Saxicola rubetra, RLB 1)
- Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous, RLB V, Anhang II der FFH-RL)
- Erd-Segge (Carex humilis, RLB V)
- Fleischfarbenes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata, RLB 3)
- Großen Brachvogel (Numenius arquata, RLB 1)
- Kiebitz (Vanellus vanellus, RLB 2)
- Kiel-Lauch (Allium carinatum s.l., RLB 3)
- Kleines Knabenkraut (Orchis morio, RLB 2)
- Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe, RLB 2)
- Mehlprimel (Primula frainosa, RLB 3)
- Rostrotes Kopfried (Schoenus ferrugineus, RLB 3)
- Scheckenfalter (Euphydryas auriana, RLB 2)
- Schneidried (Cladium mariscus)
- Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola, RLB V)
- Strohgelbes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata subsp. ochroleuca, RLB 2)
- Stumpfblütige Binse (Juncus subnodulosus, RLB 3)
- Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii, RLB 2)
- Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris, RLB 3)
- Torf-Segge (Carex davalliana, RLB 3)
- Wachtelkönig (Crex crex, RLB 2)
- Wiesenpieper (Anthus pratensis, RLB 1)
- Wohlriechender Lauch (Allium suaveolens RLB 3)
Ziele:
- Eindämmung der invasiven Späten Goldrute durch maschinelle Mahd
- Strukturvielfalt durch Wechsel von Mahd- und Altgrasbereichen und dadurch Erhalt des Wiesenbrütergebiets
- Belassen von Brachebereichen um die Aussaat spät blühender Pflanzenarten zu ermöglichen und Insekten einen Rückzugsort zu bieten



