


Das Ampertal ist im Landkreis Fürstenfeldbruck als Natura 2000-Gebiet & FFH-Gebiet Ampertal 7635-301 gemeldet. Zwischen der Stadt Fürstenfeldbruck und der Gemeinde Schöngeising ist das Naturschutzgebiet „Amperaue mit Leitenwäldern zwischen Schöngeising und Fürstenfeldbruck“ ausgewiesen. Im Gebiet kommen z. T. sehr kleinflächig u. a. folgende FFH-Lebensraumtypen vor: 6410 (Pfeifengraswiesen), 6510 (Magere Flachlandmähwiesen) oder 7230 (Kalkreiche Niedermoore). Zur Streugewinnung wurden viele Flächen im Ampertal nur einmal jährlich gemäht, weshalb Streuwiesen und Großseggenriede die Landschaft prägten. Seit einigen Jahren werden unterschiedlichste Maßnahmen zur Wiederherstellung und Erhaltung der wertvollen Lebensräume durch den Landschaftspflegeverband durchgeführt. Die Maßnahmenflächen im Ampertal sind größtenteils unabhängige Maßnahmen. Jedoch werden sie im Sinne des Biotopverbundes als Einheit gesehen. Dabei werden die Flächen durch die Amper verbunden. Vor allem für die Ausbreitung der Neophyten stellt dies eine große Bedeutung dar. So findet überwiegend eine ein- oder zweischürige Mahd und Neophytenbekämpfung statt. Oft sind die Pflegezeitpunkte an das Vorkommen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings angepasst.
Dieses Projekt wird von der Europäischen Union und dem Staatsministerium für Umwelt & Verbraucherschutz und mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) kofinanziert.




Arten:
- Bauchige Windelschnecke (Vertigo moulinsiana, RLB 2)
- Beilfleck-Rotwidderchen (Zygaena loti, RLB 3)
- Braunfleckiger Perlmuttfalter (Boloria Selene, RLB 3)
- Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latifolium, RLB 3)
- Duft-Lauch (Allium suaveolens, RLB 3)
- Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous, RLB V, Anhang II der FFH-RL)
- Faden-Segge (Carex lasiocampa, RLB 3)
- Fieberklee (Menyanthes trifoliata, RLB 3)
- Filz-Segge (Carex tomentosa, RLB 3)
- Fleischfarbenes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata, RLB 3
- Früher Schilfjäger (Brachytron pratense, RLB 3)
- Gefleckte Smaragdlibelle (Sympetrum flavomaculata, RLB 3)
- Gekielter Lauch (Allium carinatum, RLB 3)
- Gelbe Spargelerbse (Lotus maritimus, RLB 3)
- Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus, RLB 3)
- Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)
- Hartmans Segge (Carex hartmanii, RLB 2)
- Helm-Knabenkraut (Orchis militaris, RLB 3)
- Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus, RLB 3)
- Kiel-Lauch (Allium carinatum s.l., RLB 3)
- Kleiner Wasserfrosch (Pelophylax lessonae, RLB 3)
- Kleines Mädesüß (Filipendula vulgaris, RLB 3)
- Knollige Kratzdistel (Cirsium tuberosum, RLB 3)
- Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe, RLB 2)
- Mehlprimel (Primula farinosa, RLB 3)
- Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea agg., RLB 3)
- Pracht-Nelke (Dianthus superbus subsp. Superbus, RLB 3)
- Ringelnatter (Natrix natrix, RLB 3)
- Rostrotes Kopfried (Schoenus ferrugineus, RLB 3)
- Rundaugen-Mohrenfalter (Erebia medusa, RLB 3)
- Saum-Segge (Carex hostiana, RLB 3)
- Schwanenblume (Butomus umbellatus, RLB 3)
- Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica, RLB 3)
- Spargelerbse (Tetragonolobus maritimus, RLB 3)
- Spatelblättriges Aschenkraut (Teophroseris helentitis, RLB 3)
- Steifes Barbarakraut (Barbarea stricta, RLB 2)
- Strohgelbes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata subsp. Ochroleuca, RLB 2)
- Stumpfblütige Binse (Juncus subnodulosus, RLB 3)
- Sumpf-Dreizack (Triglochin palustris, RLB 3)
- Sumpf-Greiskraut (Senecio paludosus, RLB 3)
- Sumpf-Platterbse (Lathyrus palustris, RLB 2)
- Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris, RLB 3)
- Trauben-Trespe (Bromus racemosus, RLB 2)
- Waldeidechse (Zootoca vivipara, RLB 3)
- Wiesen-Silge (Silaum silaus, RLB 3)
Ziele:
- Eindämmung der invasiven Späten Goldrute durch einschürige maschinelle Mahd sowie händisches Ziehen
- Strukturvielfalt durch Wechsel von Mahd- und Altgrasbereichen
- Belassen von Brachebereichen um die Aussaat spät blühender Pflanzenarten zu ermöglichen und Insekten einen Rückzugsort zu bieten, z.B. Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling



